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Digitalisierung: Diffuse Ängste, kaum Konsequenzen

60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer befürchten Jobverluste durch die Digitalisierung, aber 72 Prozent halten gleichzeitig den eigenen Arbeitsplatz für ungefährdet. Das ergab eine Studie des Versicherungsunternehmens HDI.

Mit sehr gemischten Gefühlen betrachten Berufstätige die Digitalisierung. So glauben sechs von zehn von ihnen, dass durch die Digitalisierung in Deutschland mehr Arbeitsplätze verschwinden als neue entstehen werden. Bei den über 45-Jährigen meinen das sogar 65 Prozent. Interessant aber ist: Dass der eigene Job durch die Digitalisierung bedroht ist, halten drei Viertel (75 Prozent) der über 45-Jährigen für unwahrscheinlich, bei den jüngeren sind es 69 Prozent. Die Befürchtung schmerzlicher Veränderungen in der Arbeitswelt sei also um ein Vielfaches höher als die Sorge um den eigenen Beruf, wie die bundesweite "HDI Berufe-Studie 2019" berichtet.

Eine ähnliche Diskrepanz wie bei der Digitalisierung zeigt sich beim Thema Flexibilität im Job. Drei Viertel der Erwerbstätigen (76 Prozent) halten Fort- und Weiterbildung zur ständigen Anpassung an Veränderungen in ihrem Beruf für wichtig oder sehr wichtig. Auf der anderen Seite sind fast zwei von drei Berufstätigen aber ausdrücklich nicht bereit, für ihren Beruf den Wohnort zu wechseln.

Das persönliche Risiko, aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung den Beruf nicht mehr ausüben zu können, wird im Schnitt mit 36 Prozent veranschlagt, unter Medizinern sogar mit 53 Prozent. In der Praxis haben aber Policen zur Absicherung der Arbeitskraft – sogenannte Berufsunfähigkeitsversicherungen – bei weitem nicht diese Bedeutung.

(HDI / STB Web)

Artikel vom 28.11.2019

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