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Apps: Fehlender Wettbewerb bedingt das Sammeln sensibler Nutzerdaten

Ein mangelnder Wettbewerb in App-Märkten geht mit vermehrtem Sammeln sensibler Nutzerdaten und auch deren Weitergabe an Dritte einher. Das hat eine aktuelle Studie herausgefunden.

Derzeit teilen oftmals einige wenige, sehr erfolgreiche und meist kostenlose Apps ihren jeweiligen Markt unter sich auf. Apps in solch stärker konzentrierten Märkten und mit höherem Marktanteil greifen auch auf mehr Nutzer-Daten zu als Apps in Märkten mit mehr Wettbewerb. Das ist das zentrale Ergebnis einer gemeinsamen Studie des ZEW Mannheim, der Universität Zürich und der Universität von East Anglia.

Besonders ausgeprägt ist der Zusammenhang, wenn es sich um kostenlose Apps handelt. Nicht nur die reine Datensammlung ist für solche Apps attraktiv. Apps in konzentrierten Märkten und mit einem höheren Marktanteil geben auch eher Daten an Dritte weiter, beispielsweise durch Kooperationen mit Werbetreibenden und sozialen Netzwerken oder zur Analyse von Nutzerverhalten.

Daten als Zahlungsmittel
 
„Das vermehrte Sammeln von Daten und der damit verbundene Verlust an Privatsphäre von Nutzerinnen und Nutzern hängt mit der Marktmacht einer App zusammen“, erklärt Dr. Reinhold Kesler, Wissenschaftler an der Universität Zürich, Ko-Autor der Studie. „Daten nehmen auch im Markt für mobile Applikationen immer mehr die Rolle eines Zahlungsmittels ein.“

(ZEW / STB Web)

Artikel vom 13.02.2020

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