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Das Mahnschreiben

Was ist eine Mahnung?
Eine Mahnung hat den Schuldner in eindeutiger Weise dazu aufzufordern, eine fällige Zahlung
oder Leistung zu erbringen. Damit setzt die Mahnung den Schuldner in Verzug. Ist der Schuldner
in Verzug, kann der Gläubiger vom Schuldner den sogenannten Verzugsschaden verlangen.
Zum Verzugsschaden gehören z. B.: Gerichtskosten, Rechtsanwaltskosten, Zinsen, etc.

Wann tritt der Verzug ein?
Der Verzug tritt ein, wenn der Schuldner auf eine Mahnung keine Zahlung leistet, also die
Rechnung trotz Mahnung nicht begleicht.

Eine Mahnung ist dann nicht erforderlich, wenn für die Zahlung ein nach dem Kalender
bestimmbarer Termin festgelegt wurde (Zahlungsziel). Dies ist der Fall, wenn innerhalb eines
Vertrages oder einer Rechnung auf Formulierungen wie beispielsweise „zahlbar bis zum
TT.MM.JJJJ.“ oder „innerhalb von zehn Tagen ab Rechnungsdatum“ zurückgegriffen wird.

Bsp.: Verzug tritt ein, wenn in der Rechnung steht: „Zahlen Sie bitte bis zum 25. August 2011“.
In dem vorgenannten Beispiel tritt der Verzug bereits ohne Mahnung ein, wenn der Schuldner
bis zum Termin nicht gezahlt hat. Das bedeutet, der Schuldner hat bereits ohne Mahnungen
sämtliche Verzugsschäden zu erstatten.

Der Termin muss angemessen sein. Es sollten ca. 10 Tage zw. Rechnung und Zahlungstermin liegen.

Formulierungen und Anforderungen einer Mahnung
Formale Anforderungen gibt es im Zusammenhang mit Mahnungen nicht. Sie sollte den Schuldner eindeutig benennen und deutlich machen, welche Leistung (Zahlung) bis zu welchem Datum gefordert wird. Dazu dienen Angaben zu Rechnungsnummer oder Lieferschein inklusive Datumsowie die Formulierung eines Zahlungszieles. Manche Gericht vertreten die Auffassung, dass eine „höfliche Bitte“ kein „Ich fordere Sie auf“ ist.

Es ist ratsam, eine Mahnung schriftlich zu verfassen. Das Schreiben braucht jedoch nicht als
Mahnung bezeichnet werden. Es können auch Begriffe wie „Zahlungserinnerung“ oder
„Aufforderung zur Zahlung“ oder ähnliches verwendet werden.
Ebenfalls nicht festgelegt ist, wie viele Mahnschreiben verfasst werden müssen, bevor weitere
Schritte (z. B. Rechtsanwalt oder Gericht) eingeleitet werden können.

Unsere Empfehlung
Bestimmen Sie bereits in Ihren Rechnungen einen nach dem Kalender bestimmbaren Termin.
Erschaffen Sie ein 1-3-stufiges Mahnwesen.

Die Tätigkeit des Rechtsanwalts im Mahnwesen
Zahlt der Schuldner trotz Ihrer Aufforderung nicht, können Sie Ihren Fall gern an uns als
Rechtsanwalt übergeben.

Unsere Möglichkeiten:

  • Erstellung eines außergerichtlichen Mahnschreibens
  • Auskunft der Einwohnermeldeämter (Auskünfte über Wohnsitz)
  • Auskunft aus den zentralen Schuldnerverzeichnissen (Einträge über die Abgabe der
  • eidesstattlichen Versicherung bzw. zu erteilten Haftbefehlen)
  • Bürgel- und Infoscore-Abfrage
  • Vertretung im gerichtlichen Mahn-, Klage- sowie Vollstreckungsverfahren
Die Chance, durch anwaltliche Bearbeitung Ihre offenen Forderungen einzuholen, steigt erheblich. Allein das Anwaltsschreiben als solches wirkt oft schon Wunder.

Die Kosten/Mahngebühren
Die Maßnahmen eines Rechtsanwalts, des Gerichts und des Gerichtsvollziehers verursachen
Kosten, welche Sie vorerst selbst tragen müssen. Jedoch können Sie diese Kosten im Nachhinein
vom Schuldner zurückverlangen, wenn sich dieser in Verzug befand.
Diese Kosten werden nach den jeweiligen Gebührenordnungen (z. B. bei Rechtsanwälten das
Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) berechnet. Maßgeblich dafür ist die Höhe der Forderung nebst
der entstandenen Verzugskosten. Hinsichtlich der Rechtsanwaltskosten können Sie mit uns
Stundensätze vereinbaren.

Vorteile eines professionellen Mahnwesens
Es besteht für Sie ein höherer Schutz vor Forderungsausfällen. Außerdem führt ein effektives,
zeitnahes Mahnwesen zur Liquiditätsverbesserung (Verbesserung der Zahlungsfähigkeit).
Ein Mahnwesen hat wegen der Erinnerungsfunktion Servicecharakter.
Es sorgt für professionelles Auftreten gegenüber Ihren Kunden.

Benötigen Sie Hilfe bei der Durchführung des Mahnwesens?
Sollten Ihre Mahnbemühungen nicht erfolgreich sein, können Sie den Fall gern an uns
übergeben. Gern unterstützen wir Sie dabei.

Ihre Kontaktperson in unserem Hause:

Frau Ivonne Laurisch
Rechtsanwaltsfachangestellte und Assistentin der Geschäftsführung

Sie erreichen mich unter:
Telefon: 030 88 66 87-30
Email: laurisch@stb-aust.de